Aus der Geschichte der Oberstaufenbacher Mühle

Die Oberstaufenbacher Mühle war eine der vielen Wassermühlen, welche man in den vergangenen Jahrhunderten in der Westpfalz an fast jedem Bach antraf. Ihr Wasser bezog sie von der Reichenbach, der in der Ortsmitte in einen Mühlkanal umgeleitet wurde.

Wann die Mühle erstmals errichtet wurde liegt im Dunkeln. Jedoch dürfte sie schon Mitte des 16. Jahrhunderts bestanden haben. Sicherlich erlitt die Mühle während des 30-jährigen Krieges, das gleiche Schicksal wie unsere Dörfer, die totale Zerstörung. Auch das Jahr der Neuerrichtung lässt sich nicht feststellen. Lediglich im Kirchenbuch von Ulmet findet sich ein Hinweis, dass sie bereits 1662 wieder betrieben wurde.

Bis ins Jahr 1937 wechselte die Mühle des öfteren ihren Besitzer. 1937 übernahm die Familie Franzmann aus Ronnenberg die Mühle, da dieses Dorf den damals neu geschaffenen Truppenübungsplatz Baumholder zum Opfer fiel. Während seines Besitzes drehte sich das seit Jahrhunderten bestehende Mühlrad immer noch. Franzmann stellte zwar kein Mehl mehr her, doch hatte er immer noch Kunden, welche auf der Mühle Schrot für Ihr Vieh mahlen ließen. Nach dem zweiten Weltkrieg, wurde das Mühlenrad nur noch gelegentlich in Gang gesetzt. Franzmann verpachtete in den fünfziger Jahren die Mühle samt Gebäuden und Land an Ostpreußische Flüchtlinge, Emil und Lydia Hermann. Damals ist wohl auch das Mühlrad entfernt worden.

Ein weiterer Verkauf des Mühlenanwesens erfolgte im April 1963. Erworben hatte die Mühle der ortsansässige Landwirt Karl Grill. Er wiederum verkaufte die Mühle 1977 einer Familie Falter, die das Innenleben der Mühleneinrichtung vollkommen entfernte und die Mühle von grundauf renovierte. Gleichzeitig wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Renovierung wurde sie wiederum einer Familie Kamelamela verkauft, die sie bis zum heutigen Tag bewohnt.


[Druckvorschau]
Chronik > Oberstaufenbacher Mühle